ENTSCHEIDUNG FÜR DAS RICHTIGE VIDEOFORMAT UND DEN KANAL.
Das Erstellen von Videos im Landscape- (horizontal), Quadrat- und Portrait-(vertikal) Format kann bei so vielen gängigen Plattformen und Geräten, die heute verwendet werden, verwirrend sein.
YouTube Videos, TV Spots und Kinofilme werden im Landscape Format 16:9 produziert, weil wir in diesem Format natürlicherweise sehen. Wir sehen also eher weit in der Breite als hochkant oder quadratisch. Daher sind auch Fernseher und Displays in diesem Format der Standard.
Durch die dominierende Nutzung der Smartphones und damit auch des produzierten Video Contents, gibt es auf einmal eine Flut von vertikalen und quadratischen Videos. Das liegt an der vertikalen Nutzung des Mobile Devices, praktischerweise mit einer Hand. Damit sind vertikale als auch quadratische Videos quasi mobile-friendly.
Wann sollten Sie ein Landscape-Video machen?
Videos im Landscape-Format eignen sich am besten für Desktop- (Websites) und TV Ausspielungen.
Die Plattformen YouTube, Vimeo und Amazon setzen auf 16:9 Formate. Jedes andere, schmalere Format wird bei YouTube auf beiden Seiten des Bildes mit schwarzen Balken angezeigt.
Die Anzahl der Landscape Videos Views liegt bei Facebook, Instagram und Twitter deutlich unter den Views für Square (quadratischen) Videos.
Allein der Videotyp, Machart und Storytelling scheint bezüglich der Zeit, wie lang das Video angeschaut wird und des Engagements des Nutzers, eine grosse Rolle zu spielen.
Wann sollten Sie ein quadratisches Video erstellen?
Quadratische Videos haben eine bessere Performance als Landscape Videos, wenn es um die Views (30-35%), das Engagement (Likes, Kommentare, Shares) und Completion Rate (80 100%) auf allen Social-Media-Plattformen geht.
Bei Facebook, Instagram und Twitter werden quadratische Videos ohne schwarze Ränder veröffentlicht.
Der Ursprung der Popularität von quadratischen Videos geht auf Instagram zurück. Bis 2015 waren alle Inhalte auf Instagram auf ein quadratisches Format beschränkt, einschließlich Video.
Wann sollten Sie Videos im Portrait-Format verwenden?
80% der Social-Media-Nutzung erfolgt, Stand heute, auf mobilen Geräten.
Portrait-Videos eignen sich am besten für Videoanzeigen auf Instagram und Snapchat, weil sie mehr Platz bieten als quadratische oder Landscape Videos.
Über 100 Millionen aktive Benutzer von Snapchat sind der Beweis, dass Benutzer Inhalte bevorzugt mobile-friendly konsumieren.
Facebook, Instagram, Snapchat, Twitter veröffentlichen vertikale Videos ohne schwarze Ränder.
LÄNGE UND MACHART SIND ENTSCHEIDEND.
Neben der Fomatbestimmung gelten für Videos in Social Media Kanälen andere Regeln als man es von klassischen Bewegtbildproduktionen z.B. für TV und herkömmliche Corporte Videos kennt kennt.
Die Länge der Videos wird nicht mehr alleine vom Media-Budget bestimmt, sondern von der Aufmerksamkeitsspanne der User. Die liegt je nach Plattform zwischen 3 und 30 Sekunden.
Plattformen wie Snapchat reglementieren die Video Ads auf 10 Sek. Plant man mit diesem Kanal ist dies bereits in der Konzeptentwicklung für den Video Content zu berücksichtigen.
Noch entscheidender als die Länge sind aber die ersten Sekunden: Hier entscheidet sich, ob der User das Video weiter ansieht oder ob er zum nächsten Inhalt klickt. Daher sollte das Branding auch innerhalb der ersten Sekunden erkennbar sein, um die Chancen auf Markenzuordnung und Wiedererkennung zu erhöhen.
Anstatt sich darauf zu verlassen Cut-Downs von längeren Version eines Videos zu erstellen, sollte man vorher planen wie die das Videokonzept/die Story in kürzeren Formaten funktioniert.
SPEZIFISCHE INHALTE FÜR DIE PLATTFORMEN.
Mit exklusiven Inhalten für die verschiedenen Plattformen geben Marken den Usern gute Gründe, ihnen auf mehreren Kanälen zu folgen.
Snapchat bietet beispielsweise für einen exklusiven Blick hinter die Kulissen kurze Statements an. Außerdem können Marken eigene Videos oder Histories einstellen, die allen Usern zugänglich sind, sowie werden gestaöterische Elemente wie Lenses oder Filter zur Verfügung gestellet, die Nutzer für ihre Snaps nutzen können.
Bei Instagram gibt es mit den Video-Stories zwar ebenfalls ein solches Format, doch das neue IGTV (Instagram TV seit Juni 2018) ist für Unternehmen interessanter. Marken haben damit die Möglichkeit, auch über längere Videos mit den Nutzern in Kontakt zu treten.
Bei Amazon punktet man mit Videos die Produkte gut erklären und nicht zu werblich erscheinen. Der direkte Nutzen steht im Vordergrund.
Bei LinkedIn als B-to-B Plattform funktionale Video-Typen wie Interviews oder Corporate Videos, um sachlich aber authentisch zu informieren.